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Schachtzeichen nicht komplett in die Tiefe gefallen

Schachtzeicheballon am BodenLeider ist das Projekt nicht ganz so verlaufen, wie es hätte sein sollen. Das Wetter, besser gesagt der Wind, machte uns allen einen Strich durch die Rechnung. Die großen gelben Ballons konnten nicht fortwährend in der Luft schweben, da es zu windig war. Zum Teil ragten sie nur 30 Meter gen Himmel oder teilweise auch gar nicht. Zwischen verschiedenen Meldungen wusste man nicht immer, wie nun eigentlich der Stand der Dinge ist.

„LAUT EINER MELDUNG DES LEITENDEN DES SCHACHTZEICHENPROJEKTS SOLLEN HEUTE DIE BALLONS NICHT WIE IN DEN LETZTEN TAGEN NUR AUF 30 METER HÖHE IN DEN HIMMEL STEIGEN, SONDERN AUF DIE URSPRÜNGLICHEN 80 METER HÖHE!“ Jiippiiiee!

SMS des Projektleiters an die Volunteers „HEUTE WERDEN DIE BALLONS NICHT FLIEGEN GELASSEN. BITTE NUR BEWACHEN!“ OH!!

Aber nun erstmal der Reihe nach:

Am Pfingstsamstag um 12 Uhr mittags wurde das Schachtzeichenprojekt eröffnet. Ort des Geschehens war eigentlich das gesamte Ruhrgebiet. Insgesamt stiegen 311 mit Helium gefüllte große gelbe Ballons in die Luft. Wenn man auf einer Halde oder sonst wie erhöht gestanden hat, muss das wirklich eine fantastische Aussicht gewesen sein, wie so viele kleine Sonnen in den blauen Himmel empor stiegen. Es war ja wirklich tolles Wetter. (Was auch die Rheinfotos dokumentieren ;-))

Apropos Rhein: An dem rheinischen Pfingstwochenende waren auch (Gast-)Paddler aus Nordhausen anwesend. Sie erzählten wirklich, dass sie noch das dreckige Bild des Ruhrgebietes im Kopf haben, mit Kohlestaub in der Luft, Schächten und Industrie weit und breit. Unglaublich! Bei einem kürzlich unternommenen Besuch der Ruhrmetropole waren sie erstaunt und begeistert „wie grün es doch hier ist. Das hätte wir uns niemals so vorgestellt.“
Entschuldigung, aber das kann ich ja kaum glauben! Lebt man nicht gerade nur für sich (hinterm Mond) und geht nicht mit geschlossen Augen, verstopften Ohren, triefenden Nasen durch die Welt, so sollte man den Wandel der Kohleregion doch mittlerweile allerorts (Deutschlands!) mitbekommen haben! Oder etwa nicht?!..

Am Samstag bin ich selbst mal in den Genuss gekommen, einige Ballone am Himmel schweben zu sehen. Die im Durchmesser 3,70 Meter großen Ballons waren richtig „klein“ 😉
Als beleuchtete Kugeln gaben sie ein statthaftes Gebilde ab. So viele ehemalige Kohleschächte?! Wow!

Karte der Schachtzeichen

In Unna selbst gab es ein Schachtzeichen in Königsborn und eins beim ehemaligen Schacht Alter Hellweg an der Hertingerstraße. Dieser Ballon ist jedoch dem Pfingstwind am Montag zum Opfer gefallen. Die Halterungen rissen und ein riesiges Loch im Ballon entstand, so dass dieser nicht geflickt werden konnte. Ein Glück, dass Unna trotzdem nicht verdunkelte! Ein Schachtzeichen leuchtete noch für alle. 😉

Am Förderturm in Bönen gab es natürlich ebenfalls einen Ballon. Gut 1.000 Menschen besuchten diesen und ließen sich auf die höchste Ebene des Turms fahren. Was für eine Aussicht! Überall waren kleinere Schul-Bastelprojekte zu bestaunen!
Auch unabhängig von dem Projekt lohnt sich in jedem Fall mal eine Besichtigung eines Förderturms, mitsamt seiner Maschinerie, etc..

Vielen Dank für das gelungene Projekt! 🙂

Schachtzeichen beleuchtet

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