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Tierische Sorgen und dreiste Menschen

Meister M. ist unser Saisonkater. Kaum ist der erste Schnee geschmolzen, so weckt ihn das Fernweh und nur die gläserne Balkontür kann den kleinen Wilden bremsen; soo gerne ist er draußen unterwegs. Soll er auch ruhig! Jeden Abend (allerspätestens jeden zweiten) steht er vor der Tür und wartet so lange, bis er entweder in die Wohnung darf (um diese nach Essbarem abzusuchen) oder draußen sein Futter kredenzt bekommt 😉 Vollgefuttert und durch ein paar Schmuseeinheiten völligst zufriedengestellt, geht er dann eigentlich immer noch kurz (oder bis zum nächsten Morgen) auf Tour, sein Geschäft verrichten oder sich mit seiner Gang über die Dinner austauschen 😉 Schön!
Wenn er allerdings nach 2 – 3 Tagen nicht mehr auftaucht, ist das schon ungewöhnlich, und die Gedankenmaschinerie läuft sich warm. So geschehen ist es am letzten verlängertem Wochenende (Fronleichnam). Wir waren auf Paddeltour und meine Eltern kümmerten sich um die Katzen. Am Brückenfreitag haben sie ihn dann endlich in die Freiheit entlassen. Schließlich war so schönes Wetter und er muss ja nicht unbedingt angewidert in der Wohnung sitzen.. Freudig verschwand er am Abend.
Wir kamen am Sonntag Abend wieder, ohne irgendwelche Vorahnungen o.ä..

Kater? Nicht da? Na, dann ist er halt noch unterwegs und kommt eben morgen. Aber auch da kam er nicht nach Hause. Am nächsten Tag auch nicht, und danach auch nicht. Bei Besuchen in den lokalen Tierheimen (Kreistierheim Unna, und Auffangstelle Unna-Massen, sowie Hamm, etc.) hatten wir leider keinen Erfolg; das muss aber nicht unbedingt was heißen..

Irgendetwas mußten wir aber tun! Also, ein DIN A4 Zettel mit Foto von ihm (oh er ist wirklich ein Vorzeigekater-Model), der Text war schon sehr rührend und mitleidend formuliert.  

Es meldeten sich erstaunlicherweise recht viele, die meinen Kater gesehen zu haben meinten. Spätestens bei der Frage, ob die gesehene Katze denn eine Bimmel am Halsband habe, negierten die meisten. Nunja, während der ganzen Suchaktion haben wir noch erfahren, dass unsere beiden Kater M und J, die letzten Sommer auf Expeditionskurs waren (J damals zum ersten Mal) von entfernten Nachbarn gefangen und ins Tierheim gebracht wurden. Uns hatten sie derweil angelogen „Wir haben keine Katzen gesehen“. Paaahh! Ziemlich dreist würde ich sagen. Des Weiteren kam uns zu Ohren, dass Murphy´s „Gang“ eigentlich nur aus meinem anderen Kater  (zumindest vorerst, bis er ins Tierheim kam) und einem benachbarten Kater bestand. Sein größerwerdender Bauch rührte auch daher. Er wußte, wo fremdes Futter stand, machte es sich ab und an auf seinem Kratzbaum gemütlich. Hmm, schön und gut, aber als Katzenbesitzerin sollte man doch so schlau sein, dass man nicht fremde (anderen gehörige) Katzen zufüttert usw.

Da der Verdacht nahe liegt, dass die bösen Katzenfänger“nachbarn“ erneut am Werke waren, haben wir sie an Ihrer Haustür aufgetan und gerieten mit ihnen ein wenig aneinander. „Wir haben die Katzen nur eingefangen und weggebracht, damit sie nicht verhungern“ Haaah!! Oder eher dass die eigene Hauskatze nicht gestört wird.. Widerlich, so ein Pack!

Das Tierheim hat leider auch falsche Aussagen gemacht. Auf Nachfragen einer anderen Besitzerin wurde ihr berichtet, dass die Besitzerin letztes Jahr die beiden Kater aus dem Tierheim abgeholt habe. FALSCH!! Ich BIN die BESITZERIN! Und ich habe „nur“ Murphy mit nach Hause genommen. Von dem anderen war weit und breit nichts zu sehen im Tierheim. Wahrscheinlich haben sie ihn schon längst vermittelt, und sich das Geld eingesteckt. Echt schlimm! Wie komme ich bloß an ihn ran?! Bis zu 6 Monaten Zeit hat man, um das eigene Tier, das fremd vermittelt wurde, zurückzubekommen. Die sind um, aber nur weil wir nichts davon wußten. Schließlich haben sie uns nur gesagt, dass EIN Kater da war.

Was kann man hier tun?!!? Der eigene Kater, vorm eigenen Haus, mit eigenem Halsband, gut gefütter und gesund aussehen! Erstmal ordendlich überlegen und dann „zuschlagen“ 🙁

Ein Kommentar

  1. Ort der Tragödie ist hier:

    +51° 33′ 8.18″, +7° 41′ 11.03″